Die Australische Gruppe

Kämpfen der Verbreitung der chemischen und biologischen Waffen. Verstärken der globalen Sicherheit.

Liste der Human- und Tierpathogene und Toxine für die Exportkontrolle[1]

April 2015

Viren

  1. Afrikanische Pferdepest-Virus
  2. Afrikanische Schweinepest-Virus
  3. Anden-Virus
  4. Aviäre Influenza-Viren[2]
  5. Blauzungen-Virus
  6. Chapare-Virus
  7. Chikungunya-Virus
  8. Choclo-Virus
  9. Virus der Klassischen Schweinepest (Hog cholera virus)
  10. Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Virus
  11. Dengue-Virus
  12. Dobrava-Belgrad-Virus
  13. Östliche Pferde-Enzephalitis-Virus (EEE-Virus)
  14. Ebolavirus: Alle Vertreter der Gattung Ebolavirus
  15. Maul- und Klauenseuche-Virus
  16. Ziegenpocken-Virus
  17. Guanarito-Virus
  18. Hantaan-Virus
  19. Hendra-Virus (Equine Morbillivirus)
  20. Japanische Enzephalitis-Virus
  21. Junin-Virus
  22. Kyasanur-Wald-Fieber-Virus
  23. Laguna-Negra-Virus
  24. Lassa-Virus
  25. Louping-ill-Virus
  26. Lujo-Virus
  27. Lumpy Skin Disease-Virus
  28. Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus
  29. Machupo-Virus
  30. Marburgvirus: Alle Vertreter der Gattung Marburgvirus
  31. Affenpocken-Virus
  32. Murray-Valley-Enzephalitis-Virus
  33. Newcastle-Disease-Virus
  34. Nipah-Virus
  35. Omsk-Hämorrhagisches-Fieber-Virus
  36. Oropouche-Virus
  37. Virus der Pest der kleinen Wiederkäuer
  38. Porzines Teschovirus
  39. Powassan-Virus
  40. Rabies-Virus (Tollwut) und andere Vertreter der Gattung Lyssavirus
  41. Rekonstruiertes 1918 Influenza-Virus
  42. Rifttal-Fieber-Virus
  43. Rinderpest-Virus
  44. Rocio-Virus
  45. Sabia-Virus
  46. Seoul-Virus
  47. Schwere Akute Respiratorische Syndrom-assoziiertes Coronavirus (SARS-assoziiertes Coronavirus)
  48. Schafpocken-Virus
  49. Sin-Nombre-Virus
  50. St.-Louis-Enzephalitis-Virus
  51. Suides Herpesvirus 1(Pseudorabies-Virus, Aujeszkysche Krankheit)
  52. Virus der vesikulären Schweinekrankheit
  53. Zeckenenzephalitis (Virus der russischen Frühjahrs-/Sommerenzephalitis)
  54. Variola-Virus
  55. Venezolanische Pferde-Enzephalitis-Virus (VEE-Virus)
  56. Vesikuläre Stomatitis-Virus
  57. Westliche Pferde-Enzephalitis-Virus (WEE-Virus)
  58. Gelbfieber-Virus

Bakterien

  1. Bacillus anthracis
  2. Brucella abortus
  3. Brucella melitensis
  4. Brucella suis
  5. Burkholderia mallei (Pseudomonas mallei)
  6. Burkholderia pseudomallei (Pseudomonas pseudomallei)
  7. Chlamydophila psittaci (früher Chlamydia psittaci)
  8. Clostridium argentinense, Botulinum-Neurotoxin produzierende Stämme (früher Clostridium botulinum Serotyp G)
  9. Clostridium baratii, Botulinum-Neurotoxin produzierende Stämme
  10. Clostridium botulinum
  11. Clostridium butyricum, Botulinum-Neurotoxin produzierende Stämme
  12. Clostridium perfringens, Epsilon-Toxin produzierende Typen[3]
  13. Coxiella burnetii
  14. Francisella tularensis
  15. Mycoplasma capricolum Subspezies capripneumoniae (Stamm F38)
  16. Mycoplasma mycoides Subspezies mycoides SC (small colony)
  17. Rickettsia prowazekii
  18. Salmonella typhi
  19. Shiga-Toxin produzierende Escherichia coli (STEC) der Serotypen O26, O45, O103, O104, O111, O121, O145, O157 und andere Shiga-Toxin produzierende Serotypen[4]
  20. Shigella dysenteriae
  21. Vibrio cholerae
  22. Yersinia pestis

Toxine wie folgt und ihre Toxinuntereinheiten:[5]

  1. Abrin
  2. Aflatoxine
  3. Botulinum-Toxine[6]
  4. Cholera-Toxin
  5. Clostridium perfringens alpha-, beta1-, beta2-, epsilon- und iota-Toxin
  6. Conotoxin[6]
  7. Diacetoxyscirpenol
  8. HT-2-Toxin
  9. Microcystin (Cyanoginosin)
  10. Modeccin-Toxin
  11. Ricin
  12. Saxitoxin
  13. Shiga-Toxin
  14. Staphylococcos aureus Enterotoxine, Hämolysin alpha-Toxin und Toxic shock syndrome Toxin (früher als Staphylococcos aureus Enterotoxin F bezeichnet)
  15. T-2-Toxin
  16. Tetrodotoxin
  17. Verotoxin und Shiga-ähnliche ribosomen-inaktivierende Proteine
  18. Viscum Album Lectin 1 (Viscumin)
  19. Volkensin

Pilze

  1. Coccidioides immitis
  2. Coccidioides posadasii

[1] Ein biologisches Agens wird von dieser Liste erfasst, sofern es nicht in Form eines Impfstoffs vorliegt. Ein Impfstoff ist ein Medizinprodukt in einer pharmazeutischen Zubereitung, das dazu bestimmt ist, eine schützende Immunreaktion zur Verhütung einer Erkrankung bei Menschen oder Tieren, denen es verabreicht wurde, hervorzurufen und das in seiner Darreichungsform von der zuständigen Behörde des Herstellungs- oder Verbrauchslandes für das Inverkehrbringen oder die klinische Prüfung genehmigt oder zugelassen wurde.

Biologische Agenzien werden erfasst, wenn es sich um isolierte lebende Kulturen eines Krankheitserregers oder ein Präparat eines Toxins handelt, die aus einer Quelle isoliert oder extrahiert wurden, oder um Material mit lebendem Material, das gezielt beimpft oder kontaminiert wurde. Isolierte lebende Kulturen eines Krankheitserregers schließen lebende Kulturen in dormanter Form und als Trockenpräparat in natürlicher, adaptierter oder geänderter Form ein.

[2] Dies schließt nur aviäre Influenza-Viren mit hoher Pathogenität gemäß den Definitionen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), der Europäischen Union (EU), oder zuständiger internationaler Behörden ein.

[3] Durch die Begrenzung der Erfassung auf Epsilon-Toxin-bildende Typen von Clostridium perfringens ist die Weitergabe anderer Clostridium perfringens Stämme, die als Positivkontrollen für Lebensmitteltests und Qualitätskontrollen verwendet werden, von der Erfassung ausgenommen.

[4] Shiga-Toxin produzierende Escherichia coli (STEC), auch als enterohaemorrhagische Escherichia coli (EHEC) oder Verotoxin bildende Escherichia coli (VTEC) bezeichnet.

[5] Mit Ausnahme von Immunotoxinen.

[6] Ausgenommen Botulinumtoxine oder Conotoxine in Fertigprodukten mit allen folgenden Eigenschaften:

Warnliste[1]

Bakterien

  1. Clostridium tetani[2]
  2. Legionella pneumophila
  3. Yersinia pseudotuberculosis
  4. Andere Clostridium-Arten, die Botulinum-Neurotoxin produzieren[3]

Pilze

  1. Fusarium langsethiae
  2. Fusarium sporotrichioides

[1] Biologische Agenzien werden erfasst, wenn es sich um isolierte lebende Kulturen eines Krankheitserregers oder ein Präparat eines Toxins handelt, die aus einer Quelle isoliert oder extrahiert wurden, oder um Material mit lebendem Material, das gezielt beimpft oder kontaminiert wurde. Isolierte lebende Kulturen eines Krankheitserregers schließen lebende Kulturen in dormanter Form und als Trockenpräparat in natürlicher, adaptierter oder geänderter Form ein.

Ein biologisches Agens wird von dieser Liste erfasst, sofern es nicht in Form eines Impfstoffs vorliegt. Ein Impfstoff ist ein Medizinprodukt in einer pharmazeutischen Zubereitung, das dazu bestimmt ist, eine schützende Immunreaktion zur Verhütung einer Erkrankung bei Menschen oder Tieren, denen es verabreicht wurde, hervorzurufen und das in seiner Darreichungsform von der zuständigen Behörde des Herstellungs- oder Verbrauchslandes für das Inverkehrbringen oder die klinische Prüfung genehmigt oder zugelassen wurde.

[2] Die Australische Gruppe erkennt an, dass dieser Organismus ubiquitär ist. Da er in der Vergangenheit jedoch im Rahmen von Programmen zur biologischen Kriegsführung erworben wurde, bedarf er besonderer Aufmerksamkeit.

[3] Die Australische Gruppe beabsichtigt die Kontrolle aller Clostridium-Arten, die als Produzenten von Botulinum-Neurotoxin identifiziert wurden.

Genetische Elemente und genetisch veränderte Organismen:

  1. Genetische Elemente, die Nukleinsäure Sequenzen enthalten, die mit der Pathogenität der in der Liste enthaltenen Mikroorganismen assoziiert sind.
  2. Genetische Elemente, die eine Nukleinsäure Sequenz-Kodierung für die in der Liste enthaltenen Toxine oder deren Untereinheiten enthalten.
  3. Genetisch veränderte Organismen, die Nukleinsäure Sequenzen enthalten, die mit der Pathogenität der in der Liste enthaltenen Mikroorganismen assoziiert sind;
  4. Genetisch veränderte Organismen, die eine Nukleinsäure Sequenz-Kodierung für die in der Liste enthaltenen Toxine oder deren Untereinheiten enthalten.

Technische Anmerkung:

Genetisch veränderte Organismen schließen Organismen ein, in denen das genetische Material (Nukleinsäure Sequenz) in einer Weise verändert worden ist, wie sie unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt, und erfasst auch solche, die ganz oder teilweise künstlich erzeugt wurden.

Genetische Elemente schließen unter anderem Chromosomen, Genome, Plasmide, Transposons und Vektoren ein, ob genetisch verändert oder unverändert oder ganz oder teilweise chemisch synthetisiert.

Nukleinsäure Sequenzen, die mit der Pathogenität der in der Liste enthaltenen Erreger assoziiert sind, bedeutet jede für einen gelisteten Erreger spezifische Sequenz,

Diese Kontrollen gelten nicht für Nukleinsäure Sequenzen, die mit der Pathogenität von enterohaemorrhagischen Escherichia coli, Serotype O157 und anderen Verotoxin-bildenden Typen assoziiert sind, ausgenommen jene, die für Verotoxin oder seine Untereinheiten kodieren.